Start Schwimmabteilung Wettkämpfe Tolles Debüt der SG Euregio Swim Team bei der DM in Berlin
Tolles Debüt der SG Euregio Swim Team bei der DM in Berlin
Geschrieben von: Gertrud Wollgarten / Tom Breuer   

17. Mai - Gleich drei Staffeln der „jungen“ SG Euregio Swim Team (Startgemeinschaft aus Herzogenrather SV und Kohlscheider SC) erreichten in diesem Jahr das Ranking für einen Start bei den Deutschen Meisterschaften in Berlin. Bestens vorbereitet durch Trainer Stephan Zehrer ging es vom 5. bis 8. Mai zu den nationalen Titelkämpfen in die Metropole. Alle drei Staffeln bestachen mit außergewöhnlichen Leistungen. Die 4 x 100 m Freistilstaffel der Frauen mit Anna Schmidt-Stafford, Hannah Capellmann, Meike Weuthen und Manjola Tahiri verbesserte ihre Meldezeit um mehr als fünf Sekunden auf 4:21:51 Minuten (Platz 22). Unter die TOP 20 mischte sich die 4 x 100 m Lagen Mixedstaffel mit Anna Schmidt-Stafford, Tom Breuer, Jonas Pes und Hannah Capellmann in 4:28:28 Minuten (Platz 20). Sie unterboten ihre alte Bestmarke um knapp sieben Sekunden. Um mehr als acht Sekunden schraubte die 4 x 100 m Lagenstaffel der Männer ihre alte Marge nach unten. In 4:19:14 Minuten (Platz 27) schwammen Niklas Vockrodt, Tom Breuer, Jonas Pes und Lukas de Hond zum Erfolg.

Im Team mit nach Berlin gereist war Trainingspartnerin Vera Niemeyer aus Würselen, die zurzeit wegen ihres Studiums in Maastricht Startrecht für den niederländischen Verein NIMO Landgraaf hat. Vera startete über ihre Paradedisziplin Rücken. Über 50 m Rücken punktete sie mit einer neuen Bestzeit von 30:79 Sekunden, über die 100-m-Distanz schlug sie nach 1:05:66 Minuten minimal über ihrer Bestmarke an. Im Vorlauf über 200 m Rücken unterbot Vera ihre Rankingzeit um fünf Sekunden und schwamm in 2:18:75 Minuten und Rang 15 ins B-Finale. Hier konnte sie in 2:20:95 Minuten erfolgreich ihren 15. Platz verteidigen.

 

Teilnehmerbericht von Tom Breuer

Am Donnerstag, dem 5. Mai, war es dann endlich soweit. Für 7 Schwimmer und Schwimmerinnen sowie die beiden Fahrer Valmire Tahiri und Stephan Zehrer hatte das Warten ein Ende. Pünktlich um 10 Uhr ging es von der ehemaligen, mittlerweile nicht mehr ganz so funktionstüchtigen, Kohlscheider Schwimmhalle in Richtung der Hauptstadt Berlin. Doch die Tour hatte bereits nach wenigen Kilometern ihr vorläufiges Ende gefunden, als eins der Autos anfing zu qualmen und auch nicht mehr aufzuhören schien. Während ein Teil der Gruppe beim Wagen blieb und einen Pannendienst unseres Vertrauens verständigte, erkundete der andere Teil die Landschaft rund um die Autobahn. Da man jedoch schließlich nach Berlin wollte, wurde kurzerhand ein anderes Auto aus der Heimat angefordert und das tropfende und qualmende Auto in die nächste Werkstatt gebracht. Immerhin hatte man so schon mal eine teambildende Maßnahme hinter sich gebracht, in der die Mannschaft auch in Notsituationen einen gewissen Humor nicht verlor.


Nach ein paar Stunden schließlich in Berlin angekommen, war die Überraschung nicht schlecht, als wir erfuhren, wer noch alles in unserem Hotel zu Gast war. So war anscheinend die gesamte deutsche Schwimmer-Elite um Weltmeister Marco Koch aus Darmstadt im Hotel, was jedoch zu einer gewissen Knappheit an Raumkapazitäten führte. So wurden die männlichen Teilnehmer des EST kurzerhand in einer Suite eingebucht, was vielen ein breites Grinsen ins Gesicht zauberte. Beschweren konnte man sich über mehrere Zimmer, mehrere Fernseher und die zimmereigene Küche jedenfalls nicht. Die äußeren Bedingungen für einige tolle Wettkampftage schienen so also geschaffen zu sein, was sich auch beim Anblick der Schwimmhalle nicht änderte. Wie man es den Fotos entnehmen kann, ist die Schwimmhalle, die zum größten Teil unter der Erde liegt, ein Bauwerk, das Schwimmerherzen höher schlagen lässt. So stehen den Aktiven gleich zwei 50m Becken zur Verfügung, das Wettkampfbecken und eben das Ausschwimmbecken. Für uns Schwimmer vom EST, die schon froh sind, wenn sie eine funktionierende Halle haben, waren das natürlich optimale Voraussetzungen. Gleich am Freitag stand dann auch schon mit der 4x100m Freistil Staffel der Frauen die erste Staffel auf dem Programm, die die Damen des EST trotz einiger Nervosität und Anspannung in der Besetzung Anna Schmidt-Stafford, Hannah Capellmann, Meike Weuthen und Manjola Tahiri in einer Zeit von 4:21,51 bravourös meisterten und so den 22. Platz erreichen konnten.
Der folgende Nachmittag wurde daraufhin von den Aktiven in der Berliner Innenstadt verbracht, entweder mit dem fast schon obligatorischen Sightseeing oder dem Shoppen auf dem weltberühmten Kurfürstendamm. Erschöpft vom recht langen Tag wurden, wie schon am Abend vorher, in einem nahegelegenen mexikanischen Restaurant die Energiespeicher wieder aufgefüllt, bevor alle Teilnehmer des EST zufrieden, wenn auch müde, ins Bett fielen.


Der nächste Samstagmorgen lief nach einer, für manch einen vielleicht zu kurzen, Nacht so ab, wie schon am Tag vorher. Bevor man sich also am reichhaltigen Buffet im Hotel bedienen konnte, musste erst einmal eingeschwommen werden. Schließlich stand bereits um 11 Uhr die 4x100m Lagen Mixed-Staffel auf dem Programm. Ähnlich wie die Damenstaffel am Vortag, war auch die Mixed Staffel in der Besetzung Anna Schmidt-Stafford, Tom Breuer, Jonas Pes und Hannah Capellmann äußerst erfolgreich und konnte bei einer Endzeit von 4:28,28 sowie einem 20 Platz. einige persönliche Bestzeiten verbuchen, was wohl ein Spiegelbild des tollen Wochenendes war. Während bis auf Anna alle anderen weiblichen Aktiven des EST die Heimreise antraten, blieben die restlichen Schwimmer noch einen Tag in Berlin, um dann am Sonntag die 4x100m Lagen Staffel zu schwimmen. Während also die Mädels im Stau standen, genossen die Jungs und Anna einen unbeschwerten Nachmittag in Berlin, der mit dem Besuch der Finalläufe seinen Höhepunkt fand. So konnten nicht nur zahlreiche Deutsche Rekorde und Olympia Qualifikationen in der fast ausverkauften Berliner Halle notiert werden, sondern auch einige Autogramme und Fotos mit den besten Schwimmern ergattert werden. Da am Nachmittag der Schlussschwimmer der Lagenstaffel Lukas de Hond mit dem Zug anreiste und am Bahnhof von Trainer Stephan Zehrer in Empfang genommen wurde, war die Männermannschaft also komplett und konnte den ereignisreichen Tag diesmal in einem italienischen Restaurant unserer Wahl ausklingen lassen. Der nächste Morgen stand ganz im Zeichen der in Berlin gewonnen Routine und unter dem Motto:  Aufstehen-Schwimmen-Essen-Wettkampf, wie es auch an den vorherigen Tagen der Fall war. Gestärkt ging es dann um 11 wieder zurück in die Schwimmhalle, wo die Herrenstaffel in der Besetzung Niklas Vockrodt, Tom Breuer, Jonas Pes und Lukas de Hond in einer Zeit von 4:19,14 erneut ihre gute Form unter Beweis stellte und sich mit dem 27.Platz äußerst zufrieden zeigte. Nach einem letzten Mannschaftsfoto war das Abenteuer Deutsche Meisterschaften dann schließlich vorbei und die Heimfahrt wurde angetreten. Doch wie bei der Hinfahrt gestaltete sich diese Rückfahrt als äußerst schwierig. So fuhr man von einem Stau in den nächsten, vermutlich dem Ferienverkehr geschuldet, und brauchte für die Strecke mehr als 9 Stunden. Die Schwimmer waren also nicht nur vom Schwimmen erschöpft, als sie von ihren Eltern an der Kohlscheider Halle in Empfang genommen wurden.


Ein großer Dank gilt dabei neben den Schwimmern und Schwimmerinnen sowie der Fahrerin Valmire Tahiri vor allem Trainer Stephan Zehrer, der sich nicht nur um das Hotel und das ganze Organisatorische kümmerte, sondern es auch ein weiteres Mal schaffte, die Aktiven für den richtigen Moment fit zu bekommen. Ich denke, für alle Teilnehmer dieser Deutschen Meisterschaften sprechen zu können, wenn ich sage, dass wir tolle Tage in Berlin verbracht haben und neben dem Sport auch der Spaß, wie zum Beispiel bei den Autofahrten, nicht zu kurz kam.


Hoffentlich bis nächstes Mal Berlin!

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 17. Mai 2016 um 20:33 Uhr